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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 17. Februar 2013 16:54
Rinzai-Zen: lebendiger Buddhismus
Die Rinzai-Zen-Schule bezieht sich inhaltlich auf Shākyamuni Buddha (563-483) und ist somit nichts anderes als lebendiger Buddhismus.
Die lückenlose und direkte Übertragung vom Meister zum Schüler (Übertragungslinie) über viele Generationen bis heute eröffnet uns die Möglichkeit, Buddhas Erfahrung hier und jetzt in uns und unserem Alltag zu verwirklichen. Entscheidend geprägt wurden der Geist und die Übungsweise der Rinzai-Zen Schule durch den chinesischen Meister Rinzai Gigen (-866), nach dem sie benannt ist. Seine Art, die Buddha-Lehre zu zeigen, und seine Teishō (Vortrag des Meisters) sind uns im Rinzai Roku überliefert. Dies zeigt ihn als einen kraftvollen, klaren, lebendigen Meister mit Geistesschärfe und Humor, der fernab jeder Mystik im Alltag verwurzelt ist. Die Grundelemente der Rinzai-Schulung sind damals wie heute: Zazen, Teishō, Dokusan.
Zazen ist schweigendes, gegenstandsloses Sitzen, welches zur Alltagsübung und Lebenshaltung wird.
Teishō ist ein Vortrag des Meisters, der die lebendige, persönliche Erfahrung zum I
nhalt hat. Teishō hat die Aufgabe, den Schüler aufzurütteln, seine eingefahrenen Denkgewohnheiten aufzubrechen und so den Weg freizumachen für die ungedachte lebendige Wirklichkeit.
Dokusan ist die persönliche, unmittelbare Begegnung zwischen Meister und Schüler, die das Herzstück der Kōan-Schulung bildet. Der Kōan-Schüler beschäftigt sich mit einem lebenswichtigen, existenziellen Problem. Dies geschieht, indem er selbst völlig dieses Kōan wird. Eine solche Übungsweise bedarf der Vorbereitung, Anleitung und Kontrolle durch einen Meister.
Zen, eine a-religiöse und a-theistische Lebensweise, ist ein buddhistischer Weg der Selbstbefreiung von Leid und der Selbstfindung aus eigener Kraft. Wir respektieren und achten andere spirituelle Richtungen und wünschen aufrichtig, dass uns Gleiches widerfahre.
Zazen-Übungszeiten siehe unter http://www.mumon-kai.de/de/mumon-kai/rinzai-zen-in-berlin.html